Steko: Ein nachhaltiges und logisches Modular-Bausystem

Immer mehr Menschen wollen anders bauen und wohnen. Sie wollen gute, solide Häuser mit hohem Wohnwert und vernünftigen Gestehungs- und Unterhaltskosten. Sie wollen aber auch so bauen, dass dadurch weder die eigene Lebensqualität noch die Möglichkeiten nachfolgender Generationen beeinträchtigt werden – nämlich schonend und nachhaltig. Dieses neue Bauen hat Zukunft. Es verbindet erneuerbare Ressourcen mit modernsten Technologien und es bringt Ökonomie und Ökologie wieder in Einklang.

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Fotos: Steko

STEKO ist ein logisches Modular-Bausystem neuester Technik und Konstruktion, das nachhaltiges Bauen ermöglicht und dabei höchste Anforderungen betreffs Stabilität, Dauerhaftigkeit, Komfort und Gestaltungsfreiheit erfüllt. Es eröffnet den Bauherren, Planern und Unternehmern völlig neue Dimensionen. Noch nie war es so einfach, grundsolide, gesunde und ökologisch wertvolle Häuser zu bauen.
STEKO reduziert den Planungsaufwand und vergrössert den kreativen Spielraum. Wände können in einem 16cm Raster beliebig gestellt werden und die Räumhöhe ist in einem 8cm Raster wählbar.
Planen und bauen mit STEKO spart Zeit und Kosten. Weniger Arbeitsgänge verringern die Schnittstellen und so wird die Planung und Ausführung vereinfacht.

Weitere Infos: http://www.steko.ch/metanavigation/home/


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Biber-Steko-Bauten

In Verden entstehen 2016/2017 zwei Wohnhäuser mit dem Steko-Bausystem. Das Modulsystem ermöglicht die Kombination mit vielen anderen Naturbaustoffen, die das Raumklima positiv beeinflussen, einen hohen Wohnkomfort schaffen und eine sehr positive Ökobilanz aufweisen. Die Kosten sollen pro m² Wohnfläche bei unter 1600€ liegen und zwar mit dem sehr hohen KFW 40+ Standard.

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Betonsohle mit Holzschwellen

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Aufbau der Steko-Elemente

Naturbaustoffe schaffen ein gutes Raumklima und eine angenehme Wohnatmosphäre

Die gesamte Konstruktion des Gebäudes, aber auch die einzelnen Bestandteile wie der Boden, die Wände und die Decke bestehen aus diffusionsoffenen und wohngesunden Naturmaterialien, die die Raumfeuchte und das Raumklima positiv beeinflussen und für eine behagliche Wohnatmosphäre sorgen. Durch die gute Wäremedämmung und den guten Trittschallschutz wird zusätzlich ein hoher Wohnkomfort geschaffen. Die einzelnen Bereiche sehen wie folgt aus:

Der Boden wird aus Vollholzdielen aus Eiche und Seekiefer entstehen, die in einer Holzunterkonstruktion verschraubt werden. Dadurch kann auf Kleber und Leime verzichtet werden. Die Dämmung der Unterkonstruktion besteht aus Zelluloseflocken, genau wie  in den Außen- und Innenwänden. Diese können Feuchte puffern und haben eine sehr gute Dämmwirkung. 

Die Heizung wird als Wandheizung in Lehmbauplatten ausgeführt, jeweils eine Wand im Zimmer. Die Zwischenwand zum Nachbarraum wird komplett mit Lehmbauplatten auf den Steko-Wandelementen versehen.

Dadurch wird der Schallschutz zwischen den Räumen erhöht, das Raumklima durch die feuchteregulierende Wirkung des Lehms verbessert und im Winter eine angenehme Strahlungswärme erzeugt. Auch ist der Einsatz von Wärmepumpen zu Heizzwecken dadurch einfach realisierbar.

Die Brettstapeldecken mit gutem Trittschallschutz

Auf den Brettstapeldecken wird ein schweres Material aus Kalksplitt verlegt. Auf diesem wird dann der Boden mit einer Unterkonstruktion aus Weichfaserplatten, Kokosfasern und Lattung verlegt. Dadurch gibt es verschiedene voneinander getrennte Schichten, was den Trittschallschutz deutlich verbessert. 


Die dreifach verglasten Fenster, die mit Naturfarben behandelt wurden und überwiegend nach Süden und Südwesten orientiert sind, sorgen für schönes warmes Licht. Für den Sommer wird es Verschattungselemente (schiebbare Fensterläden) außen geben, die genug Licht, aber keine Sonne herein lassen.

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Biber-Hilfskraft beim Dämmen

Haustechnik:

In den Bauten in Verden wird das volle Programm an regenerativen Energien genutzt. Auf dem Dach befindet sich eine thermische Solaranlage für Warmwasser im Sommer und eine PV-Anlage für den Strom der BewohnerInnen. Dank der sehr guten Dämmung wird im Winter nur noch sehr wenig Wärme benötigt, die durch den Pelletofen gedeckt wird. Zur Verringerung des Wärmebedarfs und für dauerhaft gute Luft in den Räumen sorgt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Durch all die Maßnahmen sinkt der Energiebedarf je Bewohner auf ca. 1/2 m³ an Holzpellets für Heizung und Warmwasser im ganzen Jahr. Die Heizkosten werden daher bei normaler Nutzung bei ca. 10-15€ im Monat pro Bewohner liegen.

Die Lüftungsanlage hat gleich mehrere Vorteile: Sie stellt ständig frische und gute Luft zur Verfügung. Durch den Wärmetauscher gibt es dabei fast keine Wärmeverluste. Die Luft, die angesaugt wird, wird erstmal 25m durch ein Rohr strömen, welches im Erdboden verlegt wurde. Dadurch kann die kalte Luft im Winter vorgewärmt werden und der Energieverlust wird zusätzlich gesenkt. Im Sommer bei großer Wärme außen kann die Luft abgekühlt werden. Die kühle Luft strömt dann im Sommer am Wärmetauscher vorbei direkt in die Räume und kann die Räume so kühlen. Dadurch sind die Räume im Sommer mit sehr geringem technischen Aufwand vergleichsweise kühl.

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Nach einer Woche ist das Haus im Rohbau fast fertig.

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wenige Tage später ist das Dach dicht

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nach 3 weiteren Tagen sind die Dachlatten montiert, die Fassade ist mit einer luftdichten aber diffusionsoffenen Wandschalungsbahn versehen und die Unterkonstruktion für die zusätzliche Fassadendämmung ist angebracht.


Nach gut drei Wochen ist das Haus mit Holzweichfaserplatten verkleidet, mit Dachziegeln eingedeckt und wetterfest. Die Fensteröffnungen werden erst freigelegt, sobald die Fenster geliefert und eingebaut werden.

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Fenstereinbau:

Dann dauerte es erstmal einige Wochen, da die Tischlerei für die Fenster dieses Bauvorhabens auf Naturfarben (Standölfarbe) zurückgegriffen hat. Das brauchte einige Tests und eine etwas längere Trocknungszeit, aber das Ergebnis war sehr gut:

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Die verwendete Standölfarbe hat den Nachteil, dass sie relativ langsam trocknet. Gleichzeitig ist das einer ihrer Vorteile: Sie ist dauerhaft elastisch und blättert kaum ab. Zusammen mit der Grundierung zieht sie tief ins Holz ein und verwittert eher an der Oberfläche, als dass sie abblättert. Dadurch ist sie anschleifbar und überstreichbar. Die Fenster sind dadurch langlebig und gut renovierbar.

Außerdem gibt es bei diesen Fenstern ein wichtiges Detail:

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Die untere Leiste unter dem Glas wird durch ein dünnes Alublech dauerhaft geschützt. Da dies der empfindlichste Bereich von Holzfenstern darstellt, wird der Renovierungsintervall dadurch erheblich verlängert.


Nach den Fenstern kommt der Putz und die Farbe, die es in sich haben:

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 Der Putz auf den Weichfaserplatten ist knapp einen cm dick und rein mineralisch. Als Farbe wird eine Silikatfarbe genutzt. Das hat neben den ökologischen Qualitäten vor allem den technischen Vorteil, dass eine solche Fassade von außen keinen oder erst nach Jahren und sehr schlechten Rahmenbedingungen Schimmel oder Algen ansetzen wird. Der Grund besteht darin, dass die genutzten Materialien diffusionsoffen, kapilar wirksam und alkalisch sind.

Die Problematik mit Algenbildung oder Schimmel auf gut gedämmten Fassaden entsteht, weil die Dämmung wirksam ist. Dadurch ist die Fassadenoberfläche kalt. Im Herbst und Frühjahr führt das nach einer kalten und feuchten Nacht dazu, dass sich die Feuchtigkeit über die Nacht nicht nur auf dem Gras absetzt, sondern auch an der Fassade. Fassaden, die mit mineralischem Putz und Silikatfarbe geschützt werden, sind in der Lage, diese Feuchtigkeit nach hinten weg in den Putz zu puffern. Die Fassade ist dadurch sehr viel schneller an der Oberfläche trocken und Schimmel und Algen haben schlechtere Wachstumsbedingungen. Hinzu kommt die natürliche Silikatfarbe, die sich mit dem Untergrund fest verbindet und alkalisch ist. Sie bietet damit keine Angriffsfläche für Schimmel oder Algen. Bei herkömmlichen Putzen aus Kunstharz mit Kunstfarben gibt es diese Wirkung und diese Alkalität nicht. Daher sind sie deutlich länger feucht und müssen mit Giften (Fungiziden) gegen Schimmel und Algen geschützt werden. Da diese Gifte aber nach 5-10 Jahren auswaschen, ist es dann vorbei mit der Schönheit und die Natur leidet unter den ausgewaschenen Giften. Unsere Putze und Fassaden halten dagegen problemlos viel länger und müssen höchstens vom Staub gereinigt werden, der Schimmel oder Algen ansetzen könnte.


Die Wandheizungselemente mit dem Dreifachnutzen:

Zwischen allen Räumen wird jeweils auf einer Seite eine Wandheizung zum Nachbarraum installiert, die mit Lehmbauplatten ergänzt wird:

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Hier sind in der Mitte die beiden Wandheizungselemente zu sehen. Der Rest der Wandseite wird mit Lehmbauplatten ausgekleidet.

Das hat einen mehrfachen Nutzen:

Die Lehmbauplatten sorgen für ein besseres Raumklima, da Lehm hervorragend Feuchte speichern und puffern kann, die Konstruktion sorgt wegen des Gewichts der Lehmbauplatten für einen besseren Schallschutz zwischen den Räumen und die Wandheizungselemente für eine angenehme Strahlungswärme, wenn die Heizung in Betrieb ist. Die Steuerung findet über einen Temperaturfühler und eine Steuerungsmöglichkeit am Eingangslichtschalter statt. 

Wandheizung verputzt und mit Anschlüssen zur Heizung (links unten)

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Über den Wandheizungsrohren wird dann die Kreuzlattung installiert und mit Dämmung gefüllt, bevor die Dielen montiert werden.


Gut gedämmter fußwarmer Vollholzboden

In den Räumen wird sodann auf der Feuchtesperre eine Holz-Unterkonstruktion eingebaut, die mit 20cm Dämmung aus Zellulose gefüllt wird.

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Hier sind die ersten verlegten Dielen auf der Kreuzlattung zu sehen mit den Zelluloseflocken darunter.

Vorteile der Fußbodenkonstruktion: Der Boden hat eine sehr gute Dämmung und das Holz ist "fußwarm". Eine Fußbodenheizung ist in keiner Weise nötig. Die Konstruktion ist insgesamt diffusionsoffen und kann damit Raumfeuchte puffern. Durch die Kreuzlattung ist das Laufen auf dem Boden verhältnismäßig "weich". Insbesondere bei Partys wird das beim Tanzen positiv auffallen. Es entlastet aber auch im Alltag die Gelenke. Im Bauablauf spart die Konstruktion Zeit, da nicht bis zu 6 Wochen auf die Trocknung des Estrichs gewartet werden muss. Nicht zuletzt schneidet die Konstruktion ökologisch und in Bezug auf die Wohngesundheit deutlich besser ab als bei einem üblichen Aufbau mit Polystyrol und einem Estrich.

Böden mit Seekiefer in den Privaträumen und mit deutlich belastbareren Eichedielen in der Wohnküche:

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Eichen-Vollholzdielen in der Wohnküche

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Erster verlegter Boden mit Seekieferdielen.

Vor dem Einzug werden die Vollholzböden nochmal fein geschliffen und geölt und gewachst. Sie sind dadurch gegen Feuchte und Schmutz geschützt und leicht zu renovieren.


Trittschalldämmung im Obergeschoss

Auf eine gute Trittschalldämmung zwischen den Wohnungen wird Wert gelegt. Das ist bei Holzbalkendecken nicht ganz einfach und es ist schwierig in der Literatur genug geprüfte und gemessene Varianten zu finden. Der Bauherr und Geschäftsführer vom Biber, Ulrich Steinmeyer, ist 2017 und 2018 an einem bundeweiten Forschungsprojekt zur Förderung von Baustoffen aus nachwachsenden Rohstoffen beteiligt, in dem u.a. gute Trittschallkonstruktionen für Holzdecken erarbeitet werden sollen. Aus dem Wissen aus dem zuständigen Arbeitskreis zur Trittschalldämmung stammt die hier genutzte Variante:

Als Holzdecke dient eine Brettstapeldecke. Das ist eine Vollholzkonstruktion, die bei den Stekohäusern 14cm dick und geschlossen ist. Auf der Brettstapeldecke wird dann 9 cm Splittschüttung aufgebracht, um Masse zu erreichen. Eine Slittschüttung hat bei gleichem Gewicht einen sehr viel besseren Trittschall, als eine Steinlage. 

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Splittlage im Obergeschoss zur Trittschallverbesserung

Auf der Splittschüttung wird sodann ein weiches Material aufgebracht, welches eine geringe "dynamische Steifigkeit" aufweist und bei Erschütterungen nachgibt und diese dadurch bremst. Das weiche Material besteht hier aus einer speziellen relativ weichen Trittschall-Holzweichfaserplatte und einer latexierten Kokosfaserplatte. Beide sind jeweils etwa 16 mm stark. Auf der Kokosfaser liegt dann eine Unterkonstruktion aus Rauspund fast flächig aus. Auf der werden dann die Dielen verschraubt. Der Trittschall muss dann durch die relativ feste "Holzplatte" zur weichen Ebene wandern, der die Erschütterungen abbremst. Sodann wird der Trittschall durch die Splittschüttung gebrochen und durch die Masse von Splitt und Holzbalkendecke gebremst. Im ersten Haus wird mit etwas unterschiedlichen Materialien gearbeitet, um die besseren Trittschallwerte zu ermitteln. Die besser geeigneten Materialien werden dann in allen weiteren Bauten eingesetzt. Sollte sich herausstellen, dass der Trittschall nicht gut genug ist, kann er durch eine mit Federschienen abgehängten Fermacell-Decke zumindest in den Schlafzimmern noch deutlich verbessert werden.


Solaranlage auf dem Dach und Pelletofen im Anbau

Auf dem Dach des ersten Steko-Hauses befindet sich eine 30m² große thermische Solaranlage, die die BewohnerInnen der 3 Häuser mit 10 Wohnungen mit Warmwasser 8 Monate lang vom Frühjahr bis in den Herbst versorgen soll und ein wenig Heizenergie in der Übergangsphase zur Verfügung stellt.

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Der Heizungsanbau hinten enthält im EG die 20 KW Pelletheizung mit dem 2000 Liter Solarspeicher. Darüber befindet sich das Pelletlager, bei dem die Tür offen steht. Auf dem Dach ist die Solaranlage zu sehen. Es fehlt noch die Außentreppe, um zur Wohnung ins Obergeschoss zu kommen.

Was noch folgt:

- Die obere Wohnung hat mit dem zur Wohnküche offenen Dachraum und der Galerie oben eine ungeahnte Weite und Freundlichkeit.

- Die Bäder bekommen sehr niedrige Duschwannen und schöne warme Linoleumböden.

Weitere Informationen gibt es, sobald das Haus weitergebaut wurde. Anfang Juni soll das erste Haus vermietet werden, Mitte Juni nach nur 4,5 Monaten Bauzeit das zweite Haus